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One Health

Nach einer Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt One Health einen Ansatz zur Gestaltung und Umsetzung von Programmen, Politiken, Gesetzgebungen und Forschungsprojekten dar, bei dem zahlreiche Sektoren und Institutionen miteinander kommunizieren und gemeinsam daran arbeiten, die öffentliche Gesundheit zu verbessern.

Zu den Bereichen, in denen One Health von besonderer Relevanz ist, zählen Lebensmittelsicherheit, Kontrolle von Zoonosen (Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen und umgekehrt übertragen werden können) sowie der Kampf gegen die zunehmenden Antibiotikaresistenzen.

Der zentrale Gedanke des One-Health-Konzepts ist, dass die Gesundheit von Mensch und Tier eng miteinander verbunden sind und eine Einheit bilden. Die menschliche Gesundheit steht in direktem Zusammenhang mit der Gesundheit der Tiere und der Umwelt. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass der in den letzten Jahrzehnten erfolgte Anstieg der Schweinepopulation mit einer erhöhten Häufigkeit der zoonotischen Influenzavirusinfektionen beim Menschen in Zusammenhang gebracht wird (L.A. Reperant in Zoonoses - Infections Affecting Humans and Animals, Springer Verlag, 2015).

Das Schwein wird dabei als "Mischgefäß" angesehen, da es sowohl für aviäre Influenzaviren als auch für die beim Säugetier vorkommenden Influenzaviren empfänglich ist.
Aus diesem Grund können im Schwein neuartige Influenzaviren entstehen. Dieser Vorgang wird als Neusortierung oder Reassortierung bezeichnet und kann zu Subtypen mit potenziell stärkerer Virulenz führen. Schließlich besteht auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese neuen Viren auf den Menschen übertragen werden.

Impfung ist ein Teil der One-Health-Strategie zur Reduzierung neuauftretender Subtypen und zur Unterbrechung des Übertragungszyklus.

Bedeutung One-Health