Swine Influenza > Prävalenz > Wirtschaftliche Bedeutung

Wirtschaftliche Bedeutung

Zoonotisches Potential

Das porzine Influenza-A-Virus kann sporadische zoonotische Infektionen verursachen, die eine potenzielle Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Der erste Nachweis für eine Übertragung des humanen H1N1-Subtyps vom Menschen auf Schweine stammt aus der analytischen Aufarbeitung der Spanischen Grippe im Jahr 1918. In der Folge konnte in Europa jedoch bis 2009 keine weitere vom Menschen auf das Schwein übertragene H1N1-Infektion beobachtet werden.

Dies änderte sich jedoch mit dem Auftreten des pandemischen (H1N1) Virus 2009 in einer Herde in Kanada. Von da an verbreitete es sich weltweit in der Bevölkerung und in der Schweinepopulation. Dies löste die Entstehung des humanen saisonalen H1N1-IAV aus, das seither Bestandteil des Grippeimpfstoffes für Menschen ist.

Schwein Nahaufnahme von vorne

Im Herbst 2011 wurden in Nordamerika Fälle einer zoonotischen Infektion mit dem porzinen H3N2-Virus ('H3N2v') beobachtet. Bis zum Jahr 2017 wurde von insgesamt 426 Fällen in den USA berichtet.

Das Risiko einer Ansteckung durch Verzehr von Schweinefleisch ist vernachlässigbar. Dieses Virus beschränkt sich auf den Atemtrakt der Schweine und konnte nicht einmal bei akut infizierten Tieren in deren Muskelgewebe nachgewiesen werden.

Weitere Maßnahmen

Weitere Faktoren, die den Gesundheitszustand der Schweine beeinträchtigen können sind:

  • Haltungsbedingungen,
  • Stallklima,
  • Umwelteinflüsse und
  • Herdenmanagement.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie zeigten Fablet et al. aus Frankreich, dass die Wahrscheinlichkeit des Nachweises von Antikörpern gegen die Schweineinfluenza stieg, wenn mehr als zwei Schweinebestände in der Nachbarschaft vorhanden waren.

Infotext: Personen mit grippeähnlichen Symptomen sollten keinen Zugang zu Schweineställten bekommen.

Weitere relevante Faktoren sind eine zu hohe Besatzdichte im Flatdeck und Maststall, falsche Temperaturen im Abferkelstall, zu kurze Säugeperiode und das Fehlen eines strikten Rein-Raus-Managements (Fablet et al. 2013).

Neben der Optimierung dieser Faktoren ist es auch wichtig, den Zugang zu den Herden zu beschränken.