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Über das Influenzavirus

Schweineinfluenza ist eine der häufigsten virusbedingten Erkrankungen des Atemtraktes von Schweinen. Sie wird durch das Influenza-A-Virus (IAV) verursacht. IAV weisen ein breites Wirtsspektrum auf, doch sind Wasservögel ihr primärer Wirt. Bei den Säugetieren sind Menschen, Schweine und Pferde die Hauptwirte. Aus diesem Grund unterscheidet man zwischen aviären, humanen, porzinen und equinen Influenzaviren, die allerdings die Fähigkeit besitzen, Gensegmente untereinander auszutauschen.

Struktur des Influenza A Viruses

Morphologie

Influenza-A-Viren sind behüllte kugelförmige oder pleomorphe Partikel mit einem Durchmesser von 80-120 nm. Ihr einzelsträngiges RNA-Genom kodiert für elf Proteine. Bei diesen Proteinen unterscheidet man zwischen Oberflächenproteinen und Proteinen im Inneren des Viriuteilchens.

Die Klassifizierung in die verschiedenen Subtypen erfolgt anhand der Oberflächenantigene HA (Hämagglutinin) und NA (Neuraminidase) in oder auf der Zellmembran, die auch die wichtigsten antigenen Strukturen des Virus enthalten.

Hämagglutinin und Neuraminidase sind die wichtigsten biologischen Marker und entscheidend für das Eindringen des Virus in die Zellen und die Virusexkretion. Bislang wurden 18 HA-Subtypen und 11 NA-Subtypen identifiziert, was zahlreiche verschiedene Kombinationen ermöglicht.